Historie

Seit 1912

Über 110 Jahre SV Soltau

Gegründet von zwölf jungen Männern, durch zwei Weltkriege gegangen, zwangsaufgelöst und neu gegründet – und immer wieder von Mitgliedern mit eigenen Händen aufgebaut. Das ist unsere Geschichte.

1912gegründet als Soltauer Fußball-Club
Blau-GelbVereinsfarben – wie die Stadt Soltau
1947Wiedergründung nach dem Krieg
Die Anfänge1912 – 1920
  1. 1912
    Gründungsversammlung 1912
    Gründungsversammlung 1912

    Zwölf junge Männer gründen den Verein

    Im Spätsommer gründen zwölf junge Männer den Soltauer Fußball-Club von 1912. Schon in der Gründungsversammlung wird beschlossen: Die Vereinsfarben sind Blau-Gelb – die offiziellen Farben der Stadt Soltau.

    Im selben Jahr stellt der Soltauer Unternehmer Willi Röders sen. dem jungen Club ein Sportgelände nahe seiner Einfrielinger Villa zur Verfügung (heute der Auslauf der Rodelbahn).

  2. 1913

    Der erste Geräteschuppen

    In Eigenarbeit bauen die Mitglieder einen kleinen Geräteschuppen am Spielfeldrand. Sport heißt damals vor allem Spielen, Wandern und Leichtathletik. Gegner gibt es kaum – außer dem SV Wietzendorf von 1911 existiert im Altkreis Soltau kein weiterer Verein dieser Art.

  3. 1914

    Der Erste Weltkrieg

    Mit Kriegsbeginn im August wird der Sportbetrieb eingestellt – alle Vereinsangehörigen werden zum Militärdienst einberufen. Nach heutigen Informationen kehren nur drei oder vier Mitglieder zurück, zum Teil schwer verwundet.

  4. 1918

    Neustart an der Winsener Straße

    Der Sportbetrieb wird wieder aufgenommen, vor allem durch die in Soltau stationierten Wachtruppen des Kriegsgefangenenlagers. Dank Willi Röders entsteht auf dem heutigen SVS-Gelände ein neuer – wenn auch noch deutlich kleinerer – Sportplatz.

  5. 1919

    Aus dem Fußball-Club wird der SV Soltau

    Am 18. März schließt sich der Fußball-Club mit einem neu entstandenen Tennis-Club zusammen und heißt fortan Sportverein Soltau von 1912 e.V. Die Vereinsfarben bleiben Blau-Gelb, gespielt wird in Weiß-Schwarz.

    Es folgt ein rasanter Aufstieg: Fußball, Tennis, Leichtathletik, Schießen, Wintersport, dazu eine Damen- und eine Jugendabteilung. Die Mitgliederzahl steigt auf über 500.

  6. 1920

    Kornblumentag und Kultur

    Am 4. Juli veranstaltet der Verein einen Sportwerbetag, den „Kornblumentag“, der weit über Soltau hinaus Beifall findet. Es folgen zahlreiche Kulturabende – etwa mit dem norddeutschen Dichter Rudolf Kinau oder namhaften russischen Künstlern. Der junge Verein wird in der ganzen Region bekannt.

    Mit dem wachsenden Spielbetrieb wird der Platz mit Unterstützung der Stadt deutlich verbreitert, der Tennisplatz zieht zum „Neuen Hause“ um. Eine Einfriedung, ein hölzernes Umkleidehäuschen und eine Bewässerungspumpe gibt es bereits.

Schwere JahreEnde der 1920er – 1945
  1. 1920er

    Wirtschaftskrise

    Viele Mitglieder werden arbeitslos, die Mitgliederzahl sinkt besorgniserregend. Die Einnahmen decken nicht einmal mehr die notwendigsten Ausgaben. Dazu trennt sich die Tennisabteilung ab – ein weiterer Rückschlag.

  2. 1939

    Zwangsweise Zusammenlegung

    Am 5. Juli verfügt der Kreisleiter der NSDAP die Zusammenlegung mit dem Männer-Turn-Verein Soltau von 1864 (MTV). Am 5. August 1939 trifft sich eine kleine Schar treuer Mitglieder ein letztes Mal zum Schlussappell in der „Waldschänke“.

    Der neue MTSV ist durch den Zweiten Weltkrieg von Anfang an gehemmt – nur ein bescheidener Spielbetrieb lässt sich notdürftig aufrechterhalten.

  3. 1945

    Nach dem Krieg

    Die Lage des Sports in Soltau ist nahezu hoffnungslos: Die britische Besatzungsmacht erlaubt nur einen einzigen Sportverein im Ort. Sportbegeisterte bauen die Neue Turn- und Sportbewegung Soltau (NTSV) auf. Die schweren Verluste des Krieges werden durch viele Zugewanderte aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten gemildert.

Neuanfang1947 – 1959
  1. 1947

    Der SV Soltau ist zurück

    Am 18. Oktober wird der Sportverein Soltau von 1912 e.V. wiedergegründet. Möglich macht das eine Verordnung der britischen Besatzungsmacht, die Vereinen ihre zwischen 1933 und 1945 verlorene Selbständigkeit zurückgibt. Erster Vorsitzender wird Robert Schlör.

    Das größte Problem: ein Platz. Das Gelände an der Winsener Straße ist beschlagnahmt, Umkleidehäuschen und Zaun sind verschwunden, der Boden von Fahrzeugen zerfahren. Nach langen Verhandlungen darf der Verein den Platz zunächst nur sonntags nutzen – ein ordentliches Spiel ist dort kaum möglich.

  2. 1948

    Ein Ausweichplatz

    Auf dem Gelände der Handwerkskammer Lüneburg an der Winsener Straße entsteht ein Ausweichplatz – endlich ist wieder ein geregelter Spielbetrieb möglich.

  3. 1949

    Der alte Platz kommt zurück

    Die britische Verwaltung gibt den alten Sportplatz zurück. Mit Unterstützung der Stadt entsteht ein Rasenplatz – gebaut von freiwilligen Helfern des Vereins, inklusive neuer Berieselungsanlage.

  4. 1951

    Rasenplatz-Einweihung gegen Trelleborg

    Am 17. Juni wird der neue Rasenplatz vor großem Publikum mit einem Spiel gegen eine Mannschaft aus Trelleborg (Schweden) eingeweiht. Der Verein wächst wieder: Es entstehen eine Tischtennis-, eine Damenhandball- sowie eine Kinder-Turn- und Gymnastikabteilung.

    Im Oktober folgt der Grundstein für ein eigenes Vereinsheim.

  5. 1952

    40 Jahre SV Soltau

    Zum 40-jährigen Bestehen gibt es eine ganze Sportwoche mit großem Programm – und viel Resonanz in der Bevölkerung.

  6. 1954
    Bau des Vereinsheims 1954
    Bau des Vereinsheims

    Das Vereinsheim wächst

    Ab dem 24. August geht der Bau weiter, noch 1954 steht der Rohbau. Im August 1956 wird das Kellergeschoss bei einer kleinen Vereinsfeier vorläufig in Betrieb genommen. Mit knappen Mitteln ist jeder weitere Bauabschnitt ein Kraftakt.

  7. 1959

    Das Vereinsheim ist fertig

    Am 13. September wird das Vereinsheim – acht Jahre nach der Planung – in seiner ersten Form eingeweiht.

Ein Verein für viele Sportarten1960 – 1989
  1. 1960

    Gründung der Schießsportabteilung

  2. 1962

    Mehrzweckhalle und Schach

    Eine kleine Mehrzweckhalle wird gebaut und in Betrieb genommen. Nach der Fusion des Soltauer Schach-Klubs mit dem Schneverdinger Schachverein entsteht die Schachabteilung.

  3. 1963

    Schießstand unter der Erde

    Am 6. Dezember wird der neue unterirdische Kleinkaliberschießstand eingeweiht.

  4. 1964
    Uwe Seeler zu Gast in Soltau, 1964
    Uwe Seeler zu Gast in Soltau

    Die Bundesliga zu Gast

    Viele Bundesligisten spielen in Soltau – darunter Werder Bremen, Eintracht Braunschweig und der Hamburger SV mit seinem Superstar Uwe Seeler.

  5. 1972

    Badminton sowie Mutter-und-Kind-Turnen werden gegründet

  6. 1984

    Bobsport im Norden

    Die Abteilung Bob- und Schlittensport wird gegründet – als nördlichste dieser Art in der Bundesrepublik. Zwei Jahre später beschließt die Jahreshauptversammlung die Erweiterung des Vereinsheims.

  7. 1987

    75 Jahre SV Soltau

    Vom 5. bis 16. August feiert der Verein mit großem Rahmenprogramm sein 75-jähriges Bestehen. Im selben Jahr wird die Taekwondo-Abteilung gegründet.

  8. 1988

    Neues Vereinsheim

    Der Um- und Ausbau des Vereinsheims ist weitgehend fertig – die neuen Räume werden voll genutzt.

  9. 1989

    Gründung der Triathlon-Abteilung

Und die Geschichte geht weiter …

Heute ist der SV Soltau vor allem eins: die Heimat des Soltauer Jugendfußballs. Du hast alte Fotos, Zeitungsartikel oder Geschichten aus dem Verein? Wir freuen uns über jeden Beitrag zur Vereinschronik.

KONTAKT

Sportverein Soltau von 1912 e. V.
Winsener Str. 67, 29614 Soltau

Tel.: 05191 97 94 42
Mail: info@svsoltau.de

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